Selfpublishing: Coverdesign

Bild von Pixabay

Im Selfpublishing muss man sich ja um alles selbst kümmern – wie eben in einem richtigen Verlag. So auch um das Cover des Buches. Hier tue ich mich persönlich sehr schwer. Auf der einen Seite habe ich viele Idee, einen guten Geschmack und häufig schon genaue Vorstellungen, wie es aussehen soll. Es hapert an der Umsetzung. Viele AutorInnen empfehlen, gerade das Cover auszulagern und einen Profi dafür zu engagieren. Nun, es gibt Cover-DesignerInnen wie Sand am Meer. Wie finde ich nun die richtige für mich?

Ich veröffentliche in den nächsten Wochen mein drittes Buch – ich weiß also schon ziemlich genau, was ich will und wie ich das mache. Nur das Cover war mir bisher nicht so schlüssig. Ich habe mich zunächst bei Pinterest nach schönen Covern umgesehen, die andere Bücher meines Genres haben. Dadurch habe ich mir Ideen geholt und so fest gemacht, was ich überhaupt möchte. Wenn man überhaupt keine Vorstellungen hat, dann wird es auch für die beste Cover-DesignerIn echt schwer, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Als ich  nun zufrieden war, mit meiner Auswahl an Covern und ich wusste, in welche Richtung ich dabei gehen wollte, machte ich mich auf die Suche nach einer passenden DesignerIn für mich.

Das war gar nicht so einfach. Es gibt haufenweise DesignerInnen für Cover und Co., nur wie finde ich die Richtige für mich?  Ich schreibe einen Krimi im Steampunk, da muss das schon passen. Also habe ich mir zunächst das Portfolio angesehen. DesingerInnen haben normalerweise eine Reihe von Arbeiten auf ihrer Website veröffentlicht, an denen habe ich mich orientiert. Wenn eine ausschließlich grau-schattierte Cover mit nackten Männern und pinker Schrift präsentierte, bin ich schnell von dieser Website verschwunden. Es ist für mich völlig in Ordnung, wenn eine DesingerIn solche Cover erstellt, jedoch bitte nicht ausschließlich. Mein Steampunk-Krimi hat mit nackten Kerlen nichts zu tun und ein solch einseitiges Portfolio lässt mich zweifeln, ob die DesignerIn das auch versteht.

Ich habe mir eine DesignerIn gesucht, die sehr vielfältig ist. Die Arbeiten auf ihrer Website reichten von Romance bis Thriller, grafisch, mit Foto oder mit Scherenschnitt. Es aus jedem Genre war etwas dabei und so habe ich dort angefragt, ihr meine Vorschläge von Pinterest geschickt und ein paar Dinge aus dem Krimi erzählt. Sie hat beim ersten Cover, dass sie mir geschickt hat, sofort ins Schwarze getroffen.

Was ich damit sagen will: Jedes Genre hat seine eigenen Cover-Vorgaben, ob das Romance ist, ob das Fantasy oder Thriller sind. Ich rege mich ja immer schön über die Bücher mit den nackten Männern auf, aber mal ehrlich: das ist Erotik oder Romance oder sowas, das muss so sein. Die LeserInnen dieses Genres erwarten solche Cover und eben entsprechenden Inhalt. Wenn ich eine Liebesschnulze schreibe und dann darauf eine wilde Grafik schiebe, kauft das kein Mensch, weil es eben nicht als Liebesschnulze erkannt wird. Genauso läuft es, wenn ich einen Thriller schreibe und dann ein Liebespärchen mit rosa Wolken abbilde, weil es in dem Buch um eben ein Paar geht, dann kann ich wohl nicht mit hohen Verkaufszahlen rechen.

Die LeserInnen und Fans des jeweiligen Genres erwarten also eine bestimmte Verpackung. Das ist völlig legitim. Natürlich kann eine AutorIn „mal was ganz anderes machen“, aber dann muss sie sich auch damit abfinden, wenn es nach hinten losgeht. Ich wurde neulich zum Beispiel übel angefeindet, weil ich gesagt habe, dass für mich die nackte-Männer-Cover nicht schön sind. Aber ich lese dieses Genre auch nicht und ich habe dafür kein Stück übrig. Das heißt nicht, dass alle das schrecklich finden müssen oder ich eben die einzige bin, die keinen Geschmack hat. Ich schreibe und lese einfach andere Dinge – Bücher auf denen keine nackten Männer drauf sind. Und bei der Wahl der Cover-DesignerIn muss eine eben darauf achten, dass die gute diese Regeln eben auch kennt.

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