Ich schreibe keine Weihnachtsbücher!

Photo by Lacie Slezak on Unsplash

Es ist wieder Weihnachten. Echt? Das kommt ja  so unerwartet. Ehrlich gesagt, habe ich es nur gemerkt, weil ich in meiner Facebook-Timeline schon wieder lauter Weihnachtsschnulzenbücher sehe. Gefühlt jede zweite AutorIn sieht sich zu dieser Jahreszeit und speziell zu diesem Fest dazu berufen, ein Buch mit einem Weihnachtsthema rauszubringen. Mich nervt das. Und zwar so richtig.

Nein, ich schreibe keine Weihnachtsbücher. Das liegt nicht daran, dass ich Weihnachten kacke finde. Trotzdem werde ich mir nicht irgend eine hanebüchene Geschichte ausdenken, damit ich sie pünktlich zu Weihnachten vermarkten kann. Denn wenn ich mir mal so ansehe, was das für Weihnachtsgeschichten sind, die da verkauft werden, wird mir echt schlecht.

Man mag ja denken, dass wären so total niedliche Elfen-Liebe-Magie-Geschichten mit tieferem Sinn. So nach dem Motto: gebet den Armen etwas von eurem Reichtum ab, oder öffnet euer Herz und liebt euch, oder verbringt mehr Zeit mit eurer Familie blablabla … nee… is nich… Das, was da als super niedliche Weihnachtsgeschichte vermarktet wird, ist eigentlich nur wieder dieser Liebesschnulz-Fließband-Schrott, den es sowieso das ganze Jahr über gibt – nur vor einer Tannebaumkulisse.

Damit ich weiß, wovon ich rede, habe ich mir mal sowas durchgelesen. Kann ja nicht sein, dass ich ohne Grund meckere. Gut, man muss bedenken, dass Liebesschnulz-Fließband-Schrott eh kein Genre für mich ist und ich mir solche Geschichte auch außerhalb von Weihnachten nicht durchlesen würde. Was mich dabei nervt, ist dieses gehäufte aufploppen von schlechten Geschichten zu dieser bestimmten Zeit, nur um noch mal den Verkauf anzukurbeln. Dafür hackt man dann auch mal eine Millionärs-Story oder Boss-Story zusammen, die nicht nur völlig sinnfrei ist, sondern auch im Prinzip mit Weihnachten nicht viel gemein hat, außer vielleicht, dass es mal schneit.

Ich habe ja im Prinzip nichts dagegen, dass man Bücher verkaufen will. Und ja, vielleicht hängt der Geldbeutel zu Weihnachten bei den Leuten auch viel lockerer als sonst. Über Kommerz kann man sich ja auch streiten – vor allem zu Weihnachten, wenn alle Welt von „Entschleunigung“, „Besinnlichkeit“ und „Fest der Liebe“ spricht. Wenn man das allerdings sehr eng sieht, dürfte im Prinzip keiner mehr irgend was verkaufen, um damit Gewinn zu erzielen. Also ist es grundsätzlich schon in Ordnung, dass man gerade zu Weihnachten die Werbetrommel rührt und seine Produkte verkaufen möchte.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man sich eben mit diesen Produkten auch mal Mühe geben sollte. Und das ist gerade das, was ich bei diesen Weihnachtsbüchern eben nicht sehe. Das geht mir gehörig auf die Eierstöcke.

2 Gedanken zu “Ich schreibe keine Weihnachtsbücher!

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