Schreiben: Wer hat dazu schon Zeit?

Quelle: Pixabay
Viele AutorInnen haben neben ihrem AutorInnenleben auch noch zusätzlich einen Brotjob, mit dem sie ihr Dasein und die Schreiberei finanzieren. Das ist harte Arbeit, besonders wenn das Schreiben nicht nur eine Art Hobby sein, sondern auf lange Sicht gesehen zum Erfolg führen soll. Ein Buch zu schreiben, dauert eben lange, gerade wenn man eigentlich keine Zeit dazu hat. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass so viele so wenige Bücher im Jahr schreiben. Zeit ist Gold.

Ich war neulich auf einer Lesung. Es waren sechs Selfpublisher geladen, die zehn Minuten lang aus ihrem aktuellen Buch vorgelesen haben. Es war sehr schön und mir hat besonders eine Fantasy-Geschichte gut gefallen, bis der Autor erzählt hat, wie diese entstanden ist:
Er selbst ist selbstständig mit einer eigenen Praxis (Ich glaube, er war Heilpraktiker), seine Frau arbeitete und sie hatten  zusammen drei Kinder. Der Mann erzählte dann wie die Geschichte so lange in ihm geschlummert hätte, jahrelang – klar, kennen wir fast alle mit unseren Herzensprojekten. Und dann hatte er eine Krise und wollte zwingend diese Geschichte zu Papier bringen – ja, kennen wir auch alle, irgendwie. Unser einer setzt sich dann neben dem Job und dem ganzen zusätzlichen Kladderadatsch hin und fängt endlich mit der Schreiberei an. Dieser Mensch machte es anders. Er erzählte wie selbstverständlich, dass ja jeder wüsste, dass man nicht schreiben könne, wenn Kinder im Haus leben würden. Deshalb hätte er sich für zwei Monate zu Freunden nach Südafrika in die Wildnis eingeladen und dort innerhalb von zwei Monaten das Buch zustande gebracht. Ehrlich jetzt? Kerl, du lässt deine Frau und deine Kinder allein in Deutschland zurück, um ein Buch zu schreiben, weil du sonst nicht in der Lage dazu bist? Ist das wirklich dein Ernst? Ja, war es. Ab diesem Moment fand ich die Geschichte kacke.
Die Zeitmaschine
Die meisten Selfpublisher haben einen Brotjob neben ihrem AutorInnenleben. Insbesondere Anfänger, die noch nicht vom Schreiben leben können. Das haben sogar viele VerlagsautorInnen. Es ist eben so, dass man schon sehr viel schreiben muss, um wirklich davon leben zu können und das dauert eben ein bisschen länger. Wir kämpfen nun so ziemlich alle damit, dass wir einen Job haben, der Zeit raubt, und – ohmeinGott – die meisten haben auch noch Familie, die ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt, dazu der ganze Kram mit Haushalt, Termine, Verwaltungskram und und und. Und trotzdem kriegen wir es auf die Kette, Bücher zu schreiben. 
Klar bringe ich dann nicht jedes Jahr fünf dicke Romane zustande, aber ein bis zwei Bücher werden das schon. Ich überlege gerade, was wohl passieren würde, wenn ich plötzlich auf die Idee käme, mich zwei Monate auf eine einsame Insel zu verziehen, nur um eine Geschichte aufzuschreiben? Ich glaube, meine Umwelt wäre nicht sonderlich begeistert davon – besonders nicht meine Kinder und meine Mutter, die dann auf die Pokémonster aufpassen müsste.
Ich empfinde es als grobe Beleidigung, wenn mir einer erzählen will, er könne nicht schreiben, weil er Kinder hätte. Auf sowas kann doch nur ein Kerl kommen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ganz besonders geistreich finde ich auch Kommentare, die mich darauf hinweisen, doch etwas schneller zu schreiben oder mehr zu veröffentlichen – klar, wenn du meine Kinder nimmst, meine Arbeit für mich erledigst und ich zwei Monate nach Südafrika verschwinden kann, mach ich das glatt. 
Erst neulich berichtete mir eine befreundete Autorin, dass sie ständig von anderen AutorInnen angesprochen und gedrängt wird, doch endlich ihren Roman zu veröffentlichen. Sie war ganz verzweifelt, weil sie noch so viel zu tun war, und fragte mich, wann sie denn jetzt bitte auch noch DAS erledigen soll. Eine andere Autorin und Lektorin berichtete mir, sie werde ständig gemaßregelt, sie hätte keine Struktur und müsse sich besser organisieren. Dabei hätte sie doch noch einen Vollzeitjob und wäre abends häufig einfach so platt, dass sie gar nichts mehr schaffe. Auch eine andere Kollegin, berichtet mir von solchen geistlosen Verbalattacken. Sie hat einen Job, einen Kleinverlag, ein Cover-Design und schreibt unter Pseudonym.
Besonders kommen solche Ratschläge von Leuten, die entweder keinen Job haben, einen reichen Partner, noch bei den Eltern wohnen oder bereits im Rentenstatus sind. Also Leuten, die sich kaum noch um zeit- und nervenaufreibende Jobs und anderen Kram kümmern müssen, sondern lediglich für sich selbst Verantwortung tragen brauchen. 
Qualität vs. Quantität
Die erfolgreichen AutorInnen, die wirklich viele Bücher im Jahr schreiben, haben sich das auch nicht von heut auf morgen aufgebaut, sondern Jahrelang daran gearbeitet. Ich kenne AutorInnen, die haben erst mit der Rente mit dem Schreiben begonnen, weil vorher einfach keine Zeit dazu war. Wenn man einen Job hat und auch noch etwas Privatleben leben möchte, dann geht das nicht innerhalb von ein paar Tagen. Dann braucht man Zeit und die kann man sich ruhig nehmen. Man möchte ja schließlich, dass es ein gutes Buch wird – zumindest ist das die Regel. 
Ich war neulich nämlich ziemlich enttäuscht. Es gibt eine Autorin, die ich sehr für ihren Ehrgeiz und Fleiß bewundert habe. Sie veröffentlicht mehrmals im Jahr und ist sehr erfolgreich als Autorin. Dann habe ich mir aber tatsächlich angesehen, was sie da schreibt und war ziemlich niedergeschlagen. Die Sprache war niveaulos und bei der Story hab ich schon auf der ersten Seite das Kopfschütteln gekriegt. Die Fakten waren nicht gut recherchiert und die Dialoge wirkten aufgesetzt und realitätsfern. Ich gehe mal davon aus, dass die Autorin ihre eigenen Bücher gut findet und sie hat ja auch eine breite Leserschaft und große Fangemeinde. Aber bevor ich etwas veröffentliche, das ich völlig kacke finde, nur um zu beweisen, wie fleißig ich wäre, bleibe ich lieber arm und werde erst in ein paar Jahren reich und berühmt.

Frauen in der Fantasy 3: Auf in den Kampf!

Bildquelle: Pixabay
Eigentlich gibt es nicht zu wenig Frauen in der Fantasy. Die, die aber da sind, sind meist nach ein und dem selben Muster gestrickt. Viele AutorInnen wollen starke Frauen schaffen, gut ausgebildet für den Kampf gegen Vampire, Dämonen, Aliens oder den Alltag. Doch irgendwie scheint das Konzept nicht so ganz aufzugehen. Die Charaktere scheinen nicht bis zum Ende durchdacht.

Ich habe mal ein Manuskript lektoriert. Es ging um eine Vampirfrau, die als Kämpferin ausgebildet wurde, die beste ihres Jahrganges und hart wie Kruppstahl. Sie kleidete sich stehts in engen Bustiers und Blüschen, damit ihre große Oberweite gut zur Geltung kommt. Ja, das wurde von der Autorin so betont – genauso wie ihre wunderschönen langen Haare, mit denen sie ständig beschäftigt war. Nun, diese junge Frau war also dazu ausgebildet fiese Vampire zu jagen, so eine Art nachtaktive SEK-Polizistin mit spitzen Zähnen. Komischerweise hat sie das ganze Buch über NICHTS gemacht. Im Gegenteil, ständig musste sie von den Kerlen ihrer Truppe gerettet werden, hatte Angst, heulte und bekam vom Obervampir sogar Hausarrest. Die Krönung war das Ende, wo sie sich dem Endboss gegenüberstellen musste und dann zusammenklappte, nichts mehr mitbekam und Wochen später im Krankenhaus aufwachte, wo ihr dann erzählt wurde, wie hart sie doch gekämpft hatte … aber am Ende hat dann doch ihr Kerl den Typie besiegt.
Ich habe der Autorin mehrere Male vorgeschlagen, doch aus der Protagonistin eine Sekretärin oder Buchhalterin zu machen, denn schließlich schien sie totale Panik im Kampf zu haben. Ich erklärte der Autorin, dass man von einer derart ausgebildeten Kämpferin doch erwartet, dass sie im Kampf weiß, was sie da zu tun hat. Dies wusste ihre Protagonistin allerdings nicht. Jedoch weigerte sich die Autorin und bestand auf ihre Super-Vampirin. Also schlug ich ihr vor, der Frau ein traumatisches Erlebnis anzudichten, damit die Handlungsunfähigkeit im Kampf erklärt werden kann. Aber auch das wollte die Autorin nicht. Also, wir hatten hier eine top ausgebildete Kriegerin, die nicht kämpfen konnte. Dafür war sie der Schwarm aller Männer, die sie ständig retten mussten.
Finde den Fehler
Trauriger Weise finden sich viele dieser weiblichen Gestalten in Büchern wieder. Ihnen werden Fähigkeiten gegeben, die sie dann doch nicht nutzen dürfen. Lauter Kriegerinnen, Intelligenzbestien, Superfrauen, die sich dann doch vom Kerl zeigen lassen müssen, wie es geht. Die Frauen in der Fantasy sollen starke Charaktere sein. Sie können Bösewichte mit einem Schlag töten, kennen jede Strategie des Gegners und sind ihnen immer einen Schritt voraus, sie sind weise, wissen alles und können alles. Dennoch zeigen sie diese Fähigkeiten in der Geschichte nicht. Woran liegt das wohl?
Es liegt meist daran, dass sich die AutorIn zwar Gedanken darum gemacht hat, was die Protagonistin alles kann, aber keine Sekunde überlegt hat, wie sie das umsetzen kann und ob das für die Geschichte überhaupt relevant ist. Das Charakterdesign ist nicht bis zum Ende durchdacht. Wenn man sich schon eine solche Person zurechtbastelt, dann muss sie auch dementsprechend handeln. Man schafft ja auch keine Bäckerin, die noch nie einen Kuchen gebacken hat und sich das erst zeigen lassen muss. Die ProtagonistInnen in einer Geschichte sollten von den Fähigkeiten und vom Charakter her auch in die Story passen. Aber das ist ja sowieso eine wichtige Voraussetzung beim Schreiben. Man kann keine super Kartenleserin erschaffen und dann taucht nirgends in der Geschichte eine Karte auf.
Fazit
Es ist immer noch so, dass selbst starke Frauen nicht stark sein dürfen. Ihnen werden Fähigkeiten angedichtet, die sie nicht einsetzen dürfen. Den achso starken Frauen in der Fantasy wird mit solchen Protagonistinnen alles abgesprochen, was sie eigentlich darstellen sollen. Sie sollen super Kriegerinnen sein, ihre Taten auf dem Schlachtfeld werden aber kaum gewertet. Sie müssen sich trotzdem noch retten lassen, haben trotzdem immer noch Angst im Dunkeln und machen im Prinzip nichts in den Büchern.

Nominierung für den Deutschen Phantastik Preis

Ich bin stolz und glücklich mit meiner Elfengeschichte auf der Shortlist für den Deutschen Phantastik Preis 2018 #dpp2018 in der Kategorie „Bestes Debüt“ gelandet zu sein. Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet. Ich war schon glücklich, dass meine Geschichte auf der Longlist erschienen ist. Ganz besonders freue ich mich natürlich, dass ich zusammen mit so vielen tollen Büchern in einer Reihe genannt werde.

Hier könnt ihr nominieren: DPP-Nominierung

Außerdem habe ich diesen Monat meine kleine Schneeflockennovelle veröffentlicht. Sie ist bei BoD in gedruckt Form und damit auch im Buchhandel erhältlich. Für das ebook habe ich mich dieses mal entschieden, die Geschichte bei Kindle Unlimited zur Verfügung zu stellen, weshalb sie nun die ersten drei Monate ausschließlich über Amazon erhältlich ist. Dafür könnt ihr sie euch ausleihen. Amazon

Shneeflockennovelle

Selfpublishing: Die Sache mit dem Lektorat

Bildquelle: Pixabay

Das Lektorat ist ein Thema bei dem sich die Geister scheiden. Die einen sagen, das Lektorat wäre unverzichtbar, die anderen, das könne man sich sparen. Gerade wenn man als AutorIn frisch auf dem Parkett tanzt, ist man sich unsicher, hat wenig finanziellen Spielraum und noch keinerlei Erfahrungen bezüglich der Verkaufszahlen. Deshalb verzichten viele AutorInnen beim ersten Buch auf das Lektorat. In meinem heutigen Post beleuchte ich das Thema näher und gebe Ratschläge für Lektorate und „Ersatz“.

Man stellt sich ja immer vor, dass eine AutorIn einen Text runterschreibt und dann ist das Buch fertig. Ich kenne keine AutorIn, die das je so gemacht hat. Schreiben besteht hauptsächlich aus Überarbeiten. Es gibt Texte, die viel Bearbeitung brauchen, andere wiederum wenig. Es ist jedoch so, dass kaum ein Text völlig unbearbeitet an die Öffentlichkeit gerät – auch, wenn das Selfpublishern gern unterstellt wird.

Laut dem Verband der freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) bedeutet ein Lektorat, das die Texte sorgfältig geprüft werden:
Stimmen Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung? Sind sämtliche Schreibweisen einheitlich und alle Eigennamen korrekt? Überzeugt die Gliederung? Hält der Text, was er in der Einleitung verspricht? Stimmt die Länge? Passt der Stil zur Zielgruppe? Überstehen die Inhalte einen Faktencheck? Wenn all diese Fragen mit Ja beantwortet werden können, handelt es sich um das achte Weltwunder: den perfekten Text. Wenn nicht, dann war es die richtige Entscheidung, eine Lektorin zu engagieren, die die Dinge in Ordnung bringt. (Quelle: VFLL)

I don´t want the fame, just give me the money


LektorInnen sind also dafür da, die Texte der AutorInnen zu kontrollieren und auf Herz und Nieren zu prüfen.  Das ist viel Arbeit und möchte dementsprechend bezahlt werden – auch LektorInnen müssen ab und an etwas Nahrung zu sich nehmen. Die Kosten variieren stark und sind von LektorIn zu LektorIn unterschiedlich, von 1,00 Euro bis 10,00 Euro pro Normseite ist alles dabei. Da kann ein Buch von ca. 200 Normseiten natürlich sehr teuer werden und dies stellt gerade für frisch gebackene AutorInnen ein Problem dar. Wer nicht für die Veröffentlichung gespart hat oder anderweitig Rücklagen zur Verfügung hat, will an diesem Punkt sofort aussteigen. Denn gerade als DebütautorIn kann man auf keine Erfahrungen bezüglich der Verkaufserlöse zurückgreifen und weiß daher auch nicht, ob das Buch diese Investition wieder einspielen wird. Man weiß meist auch noch nichts von Zielgruppe und Marketing, weshalb die Verkaufserlöse vermutlich im niedrigen Bereich bleiben werden. Wenn man das Geld also nicht „übrig“ hat, stellt das Lektorat neben dem Coverdesign die höchste Investition und finanzielle Belastung dar.

Dabei ist es auch recht schwierig, eine passende LektorIn zu finden, denn sie muss ja nicht nur gut sein, sondern auch zum Genre passen. Es heißt ja immer, ein Lektorat für 1,00 Euro pro Normseite taugt nichts, aber es ist auch nicht gesagt, dass ein Lektorat für 10,00 Euro pro Normseite das beste ist. Deshalb sollte man sich zum einen die LektorIn nach dem Genre aussuchen und dann auch noch nach einem Probelektorat fragen. Dabei sendet man der LektorIn ca. 5 Seiten, um zu sehen, wie sie arbeitet und ob man mit der Arbeitsweise zurechtkommt. Viele LektorInnen bieten das Probelektorat kostenlos an, das ist aber nicht selbstverständlich. Daher sollte auch damit gerechnet werden, dass man eben die 5 Seiten bezahlt. Ich lese häufig, dass sich LektorInnen über unfreundliche AutorInnen beschweren, die beleidigend werden, wenn sie eine Rechnung über 5 Seiten Lektorat bekommen. Das geht natürlich gar nicht. Die Berechnung der Probeseiten ist nicht nur dafür da, der LektorIn Geld einzubringen, sondern auch zum Schutz. Die LektorIn hat auch mit wenig Seiten Arbeit und wenn sich der Kunde danach nie wieder meldet, dann hat sie damit Zeit- und Geldverlust gemacht. Auch gehen immer wieder Geschichten um, dass sich unehrliche AutorInnen mit Probelektorate kostenlos ein ganzes Buch lektorieren lassen. Sie schicken einfach jedem Lektoratsbüro die nächsten 5 bis 10 Seiten ihres Manuskripts und bekommen so eine kostenlose Dienstleistung. Das ist Betrug und der Betrag für ein Probelektorat kann LektorInnen davor schützen.




Dieses Buch, dieses Buch ist kein Hit. Der Text ist voll bescheuert und die Syntax ist shit … 

Wer kein Geld hat für ein professionelles Lektorat muss nicht zu unmoralischen und betrügerischen Mitteln greifen, sondern kann sich anders helfen. Dann ist es eben nur nicht professionell. Da gibt es zum Beispiel die Beta-LeserInnen, die das Manuskript durcharbeiten. Die findet man häufig in den Sozialen Medien- in Facebook gibt es dafür Gruppen. Man sollte sich dabei ein bis zwei Menschen suchen, die sich mit dem Genre auskennen und die ein bisschen was vom Lektorat verstehen. Einige meiner befreundeten AutorInnen greifen auch auf Germanistik- oder LiteraturstudentInnen zurück oder auf Freunde und Familie. Es geht beim Beta-Lesen nicht darum, das Buch „schön“ zu finden, sondern wirklich darum, einen neutralen Blick auf den Text und eine möglichst umfangreiche Prüfung zu erhalten – auch auf Rechtschreibung und Grammatik. Die Beta-LeserInnen können auf jeden Fall einen Überblick über Plot-Holes, Charakterdesign, Sinnhaftigkeit, fehlende Informationen und Sprache geben. Häufig fallen ihnen Wiederholungen auf oder unschöne Ausdrucksweisen auf.

Darüber hinaus kann man nach der Überarbeitung noch TestleserInnen beauftragen. Diese sind eine zusätzliche Prüfung. Die Testleser kann man übrigens auch immer fragen, auch wenn man ein professionelles Lektorat beauftragt hat. LektorInnen bearbeiten das Manuskript ein mal, weitere Überprüfungen nach der Bearbeitung der AutorIn, werden wieder neu berechnet. Daher sind TestleserInnen eine gute Option, um noch einmal einen abschließenden Blick auf den Text werfen zu lassen.

Fazit

 Beim ersten Buch greifen die meisten auf eine Alternative zurück, jedoch professionalisieren sich viele AutorInnen nach und nach und arbeiten mit Lektoratbüros zusammen. Lasst den Text nicht ohne Überprüfung ziehen. Eine Überprüfung ist zwingend notwendig, entweder professionell oder eben nicht. Sucht nach Beta-LeserInnen. Häufig helfen auch schon 10 Seiten Probelektorat, um herauszufinden, an welchen Dingen es beim Text hapert. Außerdem bieten viele LektorInnen eine Ratenzahlung an. Das heißt, man sendet ihnen den Text nach und nach zu und bezahlt dann immer nur so viel, wie man Seiten eingereicht hat. So kann man die finanziellen Belastungen kontrollieren. Nachfragen kostet bei LektorInnen übrigens nichts – außer man ist unhöflich, das kostet den Ruf.

Selfpublishing: Ist das einen Preis wert?

Bildquelle: Pixabay

Mit dem StoryTeller Award von Amazon, dem Indie-Award und dem Selfpublishing Preis haben nun auch Bücher ohne Verlag eine Chance auf Preise und damit auch mehr Aufmerksamkeit. Die Selfies freuen sich, während andere Personen diese Entwicklung durchaus kritisch betrachten. Ist es denn wirklich notwendig Selfpublishern einen Preis zu geben? Selfpublisher würden Bücher von minderer Qualität abliefern und die Inhalte seien trivial. Immerhin gebe es ja auch keinen Rosamunde-Pilcher-Schnulzen-Preis. Ich habe die Preisverleihungs- und Award-Szene in Deutschland einmal genauer betrachtet.

Der Selfpublishing-Preis

Hinter dem Deutschen Selfpublishing Preis #dspp18 stehen die MVB (Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH) und der Selfpublisher  Verband e.V. Dazu gibt es noch zahlreiche SponsorInnen und UnterstützerInnen aus namhafter Riege. Laut Homepage soll der Preis herausragende Bücher von Selfpublishing-AutorInnen auszeichnen. Dazu haben die VeranstalterInnen eine Liste aufgestellt, die von den Büchern der AutorInnen erfüllt werden müssen. Gesucht werden Bücher, die professionell, innovativ, erfolgreich, zielgruppengerecht und sprachlich ausgezeichnet sind. Die PreisträgerIn soll ein hervorragendes Beispiel für andere SelbstverlegerInnen darstellen. Dazu wird die Erfüllung einer Reihe von Kriterien erwartet: professionelles Cover, Lektorat / Korrektorat, Gestaltung des Innenteils (Buchsatz), Einhaltung aller rechtlichen Nebenbedingungen (wie z.B. Impressum), inhaltlich ohne Einschränkungen lesbar (keine pornografischen oder strafbaren Inhalte), außerdem muss das Werk abgeschlossen sein. (Quelle: Selfpublishing-Preis.de) Es sind also eine Menge Kriterien vorhanden, die AutorInnen erfüllen müssen.

Ähnliche oder dieselben Kriterien müssen AutorInnen für andere Preise ebenso erfüllen.  Es ist daher nicht davon auszugehen, dass der neueste Tagebucheintrag mit selbst gemaltem Cover und Comic Sans Druckschrift von Fritzi Müllerin in die engere Auswahl kommt. Die SelfpublisherInnen werden professioneller und die Szene bringt großartige Werke hervor, die mit dem Preis belohnt werden sollen. Über die Inhalte lässt sich streiten, jedoch ist dies bei einem SelfpublisherPreis, der nicht nach Kategorien unterteilt ist auch kaum möglich. Es kommt bei diesem Preis hauptsächlich auf die Professionalität an. Außerdem es ist keinesfalls so, dass lediglich hochgestochene, philosophische, weltverändernde Werke in Deutschland mit Preisen belohnt werden.

Preisbindung

Vorab: es gibt wirklich keinen Rosamunde-Pilcher-Schnulzen-Preis für ebensolche Literatur (warum eigentlich nicht?). Dafür gibt es eine Reihe anderer Awards zu gewinnen, und zwar so viele, dass es bei Wikipedia eine Liste gibt, die nach Alphabet geordnet werden musste. Allein der Buchstabe A enthält 20 Preise für Literatur jeglicher Art. Darunter sind auch ehemalige Preise aufgeführt. Viele Preise sind regionale Auszeichnungen oder Genre-Awards: Es gibt den Deutschen Science Fiction Preis, den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Deutschen Krimipreis, den Deutschen Kurzkrimipreis, den Deutschen Fantasy Preis und es gibt sogar einen Deutschen Gartenbuchpreis.

Da gab es zum Beispiel bis 2014 einmal einen Agatha-Christie-Krimipreis für Kurzgeschichten. Seit 1967 gibt es den Astrid-Lindgren-Preis für Kinderbücher, der weit bekannt sein dürfte, ebenso wie der Comichbuchpreis, der seit 2014 verliehen wird. Da ich in der Fantasy unterwegs bin, kenne ich hauptsächlich die Auszeichnungen in diesem Genre (Seraph, Deutscher Phantastik Preis etc.) Aber es gibt auch alle möglichen anderen Preise, von den ich persönlich noch nie etwas gehört habe: Usedomer Literaturpreis, Wildweibchenpreis oder der Buxtehuder Bulle.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass quasi jede Region oder Stadt ihre eigenen Preise hat, um irgendwelche SchriftstellerInnen zu erinnern, die dort einmal gewohnt haben oder daran vorbeigezogen sind. Dazu gibt es dann auch die Auszeichnungen, die nach SchriftstellerInnen benannt sind, von denen man noch nie gehört hat – natürlich neben all den (international) bekannten AutorInnen wie die Brüder Grimm, Brecht und Droste-Hülshoff.  Immerhin gibt es auch einen Ephraim-Kishon-Preis, dessen Namensgeber für seine satirischen Werke bekannt war. Wenn also schon jede Stadt und jedes Genre einen Preis hat, warum nicht auch die SelfpublisherInnen?

Das Geschäft mit Selfpublishing

In einem Artikel wurde dem SelfiePreis vorgeworfen, dass er nur zu Marketingzwecken bestehe. … … Natürlich! Was denn sonst? Welcher Preis besteht denn aus dem Grund des Spaßes? All die Preise, die Auszeichnungen, Medaillen, Erinnerungsdinger bestehen nur aus einem Grund: Marketing! Aufmerksamkeit für das Genre, die Region, die Stadt, die Person X oder das Unternehmen Y. Aus welchen anderen Gründen wurden denn diese Preise sonst gegründet? Bestimmt nicht, weil irgendwelche Leute zu viel Geld übrig haben und das unbedingt in völlig unbekannte AutorInnen investieren wollen.

Und wenn man mal einen Blick auf die Sponsoren der verschiedenen Literaturpreise wirft, muss man feststellen, dass hier kaum wirklich renommierte Literaturgesellschaften dahinter stehen, sondern Kommunen, Unternehmen und private Geldgeber, die auf sich aufmerksam machen möchten. Es ist also nicht so, als würden andere Literaturpreise nur von bekannten literarischen Einrichtungen vergeben werden. Und der Vorstand des Unternehmen X, der in der Jury sitzt, hat auch nicht zwingend Literatur studiert. Wenn man sich dagegen die Jury des Selpublishing-Preises ansieht, wird deutlich, dass hier Profis aus der Buchbranche vertreten sind, wie z.B. Ronald Schild, der Geschäftsführer der MVB, die Autorin Nina George, Jochen Wegner, der Chefredakteur der Zeit Online und weitere.

Es wird auch häufig über die inhaltliche Bedeutungslosigkeit der Bücher aus dem Selfpublishing gemeckert, als würden die Werke von VerlagsautorInnen grundsätzlich literarisch wertvoll sein. Bei vielen Preisen kann man davon ausgehen, dass dort solche AutorInnen gefördert und ausgezeichnet werden, die die besten Kontakte zur Jury oder Wirtschaftsunternehmen haben, nicht die, die wirklich herausragende Werke geschaffen haben. Mal abgesehen davon, dass die GewinnerInnen des Deutschen Gartenbuchpreises auch nicht wegen ihrer hochgestochenen Prosa gerühmt wurden. Auch nehme ich an, dass die inhaltlichen Ergüsse in den Werken der AutorInnen den Sponsoren von Stihl und Dehner völlig wurscht sind – Hauptsache das Firmenlogo prangt auf der Homepage und den Veranstaltungen. Das ist eben Marketing.

Fazit

Natürlich ist es völlig legitim, dass SelfpublisherInnen einen Preis haben, warum auch nicht. Wer behauptet, dass der Preis nur aus Marketingzwecken besteht, hat Recht. Genauso wie andere Preis auch, hat dieser Preis das Ziel, die Szene und die dazugehörigen AkteurInnen bekannter zu machen und das Image zu verbessern. Das machen andere Auszeichnungen ebenso und daran ist nichts Verwerfliches oder bringt gar einen schlechten Ruf. Einen schlechten Ruf haben vor allem solche, die sich darüber aufregen, ohne ordentlich recherchiert zu haben. Oder wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen? Was bei anderen Literaturpreisen also völlig normal ist, macht den Selfpublishing-Preis schlecht? Nein, soweit wollen wir doch nicht gehen, oder?

Frauen in der Fantasy 2: DER Held

Deine Story braucht einen Helden!
Also stelle ich mir Indiana Jones vor, einen intelligenten Kerl mit Peitsche, der verlorene Artefakte sucht und dabei Abenteuer erlebt. In sämtlichen Schreibratgebern, die ich regelmäßig konsumiere, ist die Rede von Männern, die Helden sind. Und das ist für mich ein Dilemma, denn ich will gar nicht über Kerle schreiben, die Helden sind, sondern über Frauen, die HeldINNEN sind. Doch die Sprache und die damit verbundene Assoziation lässt mich nicht an Wonder Woman denken, sondern an Indiana Jones.

Wir verknüpfen Bilder mit Worten. Hören wir „Held“, denken wir zunächst an einen Mann, an Indiana Jones, an Conan der Barbar, an irgendeinen Superhelden oder sonst jemanden, aber nicht an eine Frau. Dieses so genannte generische Maskulinum wird automatisch mit einem Mann verknüpft. Dies gilt auch in anderen Bereichen unseres Lebens, so bei ÄrztInnen oder ErzieherInnen. Die männliche Form markiert damit Männer als Norm, Frauen dagegen als Abweichung (S. Günthner, im Interview im Spektrum, 2017). Wenn wir schon derart darauf geeicht sind, bei einem Arzt sofort an einen Kerl zu denken, ob wohl es mittlerweile genügend weibliche Ärzte gibt, dann ist es doch auch kein Wunder, warum wir immer als männliche Helden denken und diese auch in der Phantastik häufiger auftreten als Heldinnen – weil eine Heldin einfach eine merkwürdige Abweichung ist. Wer in der Sprache nicht vorkommt, der ist auch nicht im Bewusstsein.
Deine Story braucht eine Heldin!
Sicher gibt es mittlerweile viele weibliche Charaktere in der Phantastik, jedoch kaum eine davon kann wirklich zur Heldin werden. Während des Branchentreffens des Netzwerk für Phantastikautoren (PAN) 2018 kam die viel diskutierte Forderung, die Phantastik brauche mehr weibliche Charaktere. Ich stimme dem nur teilweise zu. Ja, die Phantastik braucht weibliche Charaktere, allerdings brauchen wir nicht noch mehr solche, die sich im Schatten des männlichen Helden aufhalten mit dem einzigen Ziel, dessen Herz zu erobern. Wir brauchen Frauen mit Charakter, mit Mut und einem (wirklichen) Ziel. Wir brauchen mehr Heldinnen. Richtige Heldinnen!
Ich kann nicht mehr zählen, in wie vielen Romanen eine junge Frau plötzlich mit einer übergroßen Aufgabe betraut wird und erst durch die Hilfe eines männlichen Protagonisten damit fertig wird. Natürlich haben wir dann zwar einen weiblichen Hauptcharakter, jedoch schafft es der Mann dennoch sie zu übertrumpfen und sich in den Vordergrund zu spielen. Meist gipfelt der Höhepunkt darin, dass sich die dumme Frau unwissend in Gefahr begibt und dann vom Kerl gerettet werden muss – hätte sie mal auf den Mann gehört. Im Endeffekt haben wir also wieder ein unmündiges Geschöpf, desses Weg von einem Mann vorgegeben werden muss. So sieht keine Heldin aus!
Was ist eine Heldin?
Ich schreibe viele wissenschaftliche Texte, wo ich bei der Recherche zu einem Thema grundsätzlich mit Definitionen beginne. Laut Duden (Stichwort: Held) ist ein Held (männlich) also
  1. (Mythologie) durch große und kühne Taten besonders in Kampf und Krieg sich auszeichnender Mann edler Abkunft (um den Mythen und Sagen entstanden sind)
  2. jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt
  3. jemand, der sich durch außergewöhnliche Tapferkeit im Krieg auszeichnet und durch sein Verhalten zum Vorbild [gemacht] wird
Eine Heldin ist laut Duden allerdings etwas anderes (Stichwort: Heldin):
besonders tapfere, opfermütige Frau, die sich für andere einsetzt, eingesetzt hat
öhm… ja…  irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt… 
Laut Duden ist eine Heldin also was anderes als ein Held, obwohl der Unterschied dazwischen lediglich in der Endung IN besteht. Sogar mein Sohn lernt schon in der Schule, dass es keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt, dass auch Mädchen gut Fußball spielen können und Jungs prima malen. Das scheint allerdings noch nicht im Hinterstübchen angekommen zu sein – jedenfalls nicht beim Duden. Ich möchte jetzt nicht auf klischeebehaftete Rollenbilder eingehen, ich denke, die kennen wir gut genug: Frauen lieben Fashion, Männer Autos, blablabla. Daraus resultiert: ein männlicher Held ist ein Mythos, eine weibliche Heldin ist eine Sozialarbeiterin. 

Fazit

Gerade als AutorInnen beschäftigen wir uns intensiv mit der Sprache. Warum fällt es dann doch so schwer über die Assoziation zum männlichen Helden hinwegzuhören und statt dessen eine Frau kühne Taten in Kampf und Krieg vollbringen zu lassen? Es ist so schwer, weil die Sprache, mit der wir uns täglich auseinandersetzen, diese Hürden vorgibt. Wir können diesen Hürden entkommen, indem wir uns die Assoziationen bewusst machen und dann auch bewusst gegensteuern.

Selfpublishing: Vor- und Nachteile des Selbstverlags


Selfpublishing bedeutet einen Berg an Arbeit, dafür aber auch viele Freiheiten.

Viele neue AutorInnen, die ein Buch / Manuskript beendet haben, stehen nun vor der Frage nach der Art der Veröffentlichung. Natürlich möchten wir am liebsten bei einem renommierten Verlag unterkommen, so wie viel Bestseller-AutorInnen. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Selbst sehr gute Storys gehen bei Verlagen unter und werden abgelehnt. Dann bleiben also noch Kleinverlage und der Selbstverlag (Selfpublishing) übrig. Ich habe in diesem Post einmal die Vor- und Nachteile des Selfpublishings beleuchtet.

AutorIn im Selfpublishing

Selfpublishing heißt eben übersetzt Selbstverlag. Das heißt, man bringt sein Buch selbst auf den Markt und agiert eben als Verleger. Dies beinhaltet nicht nur die Veröffentlichung des Buches als ebook und Print, sondern auch das Marketing, mit allem was dazu gehört.

Ein Berg an Arbeit:
Allein die Veröffentlichung stellt schon eine Herausforderung dar. Man muss sich selbst mit den Konzepten der zahlreichen Anbieter auseinandersetzen und auswählen, welches Angebot am besten zu einem passt. Man muss sich selbst um Lektorat, Korrektorat, Buchsatz und Cover kümmern, was nicht immer ein leichtes Unterfangen ist. Dienstleister gibt es wie Sand am Meer, aber die Qualität der Leistungen variiert enorm – genauso wie die Preise.

Anders verhält es sich allerdings mit dem Marketing, das quasi einen permanenten Prozess darstellt. Gerade dieser Bereich bereitet vielen AutorInnen Schwierigkeiten oder sie scheuen sich vor dieser Aufgabe. Marketing umfasst wahnsinnig viele Möglichkeiten, gerade die Social Media Kanäle sind nicht mehr wegzudenken. Und gerade AutorInnen, die nichts mit dieser Materie zu tun haben, geben schnell auf. Dennoch muss dieser Bereich abgedeckt werden, denn wer kauft das Buch, wenn niemand von seiner Existenz weiß. Der Marketinganteil ist also ziemlich hoch und umfangreich.

Viele Freiheiten:
Selfpublishing ist eine ziemlich große Aufgabe, insbesondere dann, wenn man mehrere Bücher herausbringen, bewerben und überwachen muss. Da kann einem schon der Gedanke kommen, ob man das alles wohl bewerkstelligen kann. Gerade in Anbetracht von weiteren Büchern, die man veröffentlichen möchte. Die Arbeit wird dadurch nicht weniger …

Jedoch hat man hier den Vorteil, dass man das Buch herausbringen kann, wann man möchte. Es besteht kein Zeitdruck von Seiten des Verlags. Wenn man sich Zeit lassen möchte, wenn man zwischenzeitlich erkrankt, wenn persönliche Umstände dazu zwingen, eben nicht weiterzuschreiben, dann ist das eben so, ohne das man noch zusätzlichen Druck von Außen bekommt.

Außerdem möchte ich auch auf die Wahl des Covers eingehen. Auch hier hat man als AutorIn freie Entscheidungskraft, welche DesignerIn man auswählt. Man kann sich aussuchen, welches Cover einem am besten gefällt oder es sogar selbst machen, wenn man es kann. Dies ist auch beim Lektorat oder Korrektorat so. Hat man eine Freundin, die als Lektorin arbeitet und die einem die erste Geschichte für lau anbietet, kann man das machen. Man kann das Lektorat auch ganz weg lassen, wenn man das möchte – ob das nun gut ist oder schlecht, sei mal dahin gestellt.

Außerdem kann man zwischen den Genres hin und her springen, ohne zusätzlichen Aufwand zu haben. Verlage drucken nicht immer alle Genres ab – insbesondere Kleinverlage haben sich spezialisiert. Wenn man also einen Krimi geschrieben hat und bei Verlag X übernommen wurde, heißt das noch lange nicht, dass dieser Verlag den Fantasy-Roman veröffentlichen kann oder will, womit dann auch die Suche nach einem neuen Verlag ansteht – oder eben der Selbstverlag zu einer Option wird. Im Selfpublishing kann man quasi alle Genres wild durcheinander schreiben, wenn man dazu Lust hat, ohne diesen zusätzlichen Recherche-Aufwand zu haben.

Auch ist es als SelbstverlegerIn möglich, Bücher in unterschiedlichem Umfang zu schreiben, ohne Auflagen. Das heißt, wenn mein erster Roman ein dicker Wälzer war und mich völlig ausgelaugt hat, dann schreibe ich zur Zeit eben viele Kurzgeschichten oder Novellen und veröffentliche diese, bis ich einen neuen dicken Wälzer zusammengeschrieben habe. Das ist beim Verlag nur in begrenztem Maße möglich. Häufig geben die Verlage Auflagen, welche Wortanzahl oder Seitenzahl das nächste Buch haben muss. Häufig werden auch gar keine kurzen Geschichten im Verlagsprogramm aufgenommen, weil sich das für diese Form des Veröffentlichens einfach nicht lohnt.

AutorIn im Verlag

Natürlich wünscht man sich als AutorIn für das eigene Buch einen schicken großen Verlag, der einem sehr viel Arbeit abnimmt. Besonders als AnfängerIn oder DebütautorIn ist man häufig überfordert und verunsichert, ob das nun alles so richtig ist, was man da macht. Die Konsequenzen des eigenen Tuns sind ja noch gar nicht abzusehen. Jedoch ist es mittlerweile arg schwer in einen „großen“ Verlag aufgenommen zu werden, da heute kaum noch nach der Qualität des Manuskripts entschieden wird, sondern nach Verkaufszahlen. Da bieten sich eben die zahlreichen Kleinverlage an.

Weniger Arbeit:
Doch auch hier sollte man sehr genau schauen, welche Leistungen ein Verlag für die AutorInnen überhaupt erbringt und ob das für euch nützlich ist. Es gibt gute Kleinverlage, die bieten ein ordentliches Lektorat, ein passendes Cover und die Veröffentlichung an, außerdem machen sie Basis-Marketing für die AutorIn. Hier braucht die AutorIn dann „nur“ noch das weiterführende Marketing zu betreiben – und das ist ja schon eine ganze Menge. Viele Kleinverlage sind auch auf Messen repräsentat und können die AutorIn in diesem Zusammenhang präsentieren. So hat die AutorIn keine Ausgaben und Aufwand, sich einen Stand zu mieten.
Ein solches Angebot eines Kleinverlages ist schon sehr umfangreich. Man muss bedenken, dass Kleinverlage wirklich das sind, was sie sind: KLEIN. Häufig gibt es nur ein bis zwei Mitarbeiter, die zusätzlich auch noch einen Brotjob haben und den Verlag in der anderen Hälfte des Tages aufbauen. Daher ist ein Verlag, der diese Leistungen für eine AutorIn bringt, schon sehr gut.

Es gibt aber auch Verlage, die bieten lediglich die Veröffentlichung als Dienstleistung an. Das Cover bekommt die AutorIn vorgesetzt und muss es trotzdem selbst bezahlen, auch wenn es nicht gefällt oder völlig unpassend ist. Ebenso verhält es sich mit dem Lektorat. Marketing muss man dann auch noch selbst machen. Wenn man an einen solchen Kleinverlag gerät – ganz ehrlich – kann man auch ruhig Selfpublisher bleiben.

Zudem muss ich an dieser Stelle betonen, dass BoD, Bookrix, Createspace und all die anderen keine Verlage sind, sondern Dienstleistungsunternehmen. Sie bieten eine Plattform zur Veröffentlichung des Buches. Sie nehmen aber nicht Lektorat, Cover und Marketing ab.

mehr Einschränkungen:
Ein guter Verlag ist für eine AutorIn eine enorme Arbeitserleichterung.  Wie bereits oben geschrieben, kann es sein, dass der Verlag einige Vorgaben, Auflagen oder Einschränkungen gibt, an die man sich als AutorIn halten muss.

Dies beginnt schon mit der Lizenz. Man gibt die Rechte an seinem Werk an den Verlag ab. Je nach Vertrag kann der Verlag dann mit dem Buch machen was er will. Wenn die AutorIn dann hinterher feststellt, dass das Konzept nicht aufgeht, dann kann es zu ganz argen Problemen kommen. Häufig muss man sich mit einem Anwalt auseinandersetzen, um aus dem geschlossenen Vertrag herauszukommen. Daher: Vorher genau schauen und Verträge lesen.

Wenn man an einer Buchreihe oder Serie schreibt, dann kann es auch vorkommen, dass man Auflagen für die Fertigstellung des nächsten Buches vom Verlag bekommt. Diese sollte man zwingend einhalten, weil der Verlag mit der Geschichte rechnet und langfristig damit plant. Es gibt immer (Klein)-Verlage, mit denen man bei Verzögerungen reden kann, jedoch ist das nicht immer so.

Ebenso fallen das Cover und andere Dienstleistungen in Verlagshände, ohne dass sich der Autor dagegen wehren kann. Es gibt Verlage, die haben derart hässliche Cover, dass man sich fragt, wie sich diese Bücher überhaupt verkaufen lassen. Der Autor kann sich nicht dagegen wehren. Ebenso verhält es sich bei den anderen Dienstleistungen wie Lektorat und Buchsatz.

Fazit

Selfpublisher haben einen Berg an Arbeit, dafür aber viele Freiheiten. Im Verlag ist es genau anders herum. Wenn man also die Arbeit nicht bringen kann oder möchte, dann bietet sich ein Verlag an. Hier sollte man aber ganz genau schauen, ob man als Team wirklich zusammenpasst – denn die Veröffentlichung und die Pflege eines Buches ist Teamarbeit.

Wenn es auch mit einem Kleinverlag nicht geklappt hat und man sich in den Selbstverlag stürzen möchte, empfehle ich jeder AutorIn einen oder mehrere Kurse an der VHS. Ja, sicher, man kann sich vieles im Netzt anlesen, aber diese Fülle an Informationen kann man kaum in  kurzer Zeit verarbeiten. Deshalb ist es hilfreich, sich mit Leuten zusammenzusetzen, die bereits Erfahrungen haben, die einen Tipps geben können oder von bestimmten Dingen abraten können. Ich habe zum Beispiel über den Kurs „Marketing für Autoren“ in eine bestehende Autorengruppen in meiner Stadt gefunden und treffe mich nun regelmäßig zum intensiven Austausch. So ein Kurs ist also nicht nur zum Informationsammeln da, sondern auch zum Kontakte knüpfen. Es gibt (zumindest in meiner Stadt) auch regelmäßig Kurse zum Veröffentlichen eines Buches im Selbstverlag. Schaut einfach  mal bei eurer VHS rein.

Für tiefergreifende Informationen zu JEDEM Thema. Empfehle ich immer die Self-publisher-Bibel.

Frauen in der Fantasy 1: Ein Grund zu kämpfen

A girl should be two things..

Wenn Männer, die Rache üben, Helden sind, warum sind dann Frauen, die Rache üben, verbitterte Hexen?

In ihrem Buch „The Geek Feminist Revolution“ stellt die Autorin Kameron Hurley fest, dass die Gründe, warum eine ProtagonistIn in den „Kampf“ zieht, vom Geschlecht abhängt. Während sich Männer auf ein Abenteuer begeben, in den Kampf ziehen, Rache üben etc. weil sie jemanden beschützen wollen, ziehen Frauen los, weil ihnen selbst etwas angetan wurde. Ich habe diesen Aspekt einmal näher untersucht und dabei geschaut, wie sich dabei die deutsche Fantasy aufstellt.

Auf in den Kampf!

Männer kämpfen, um ihre Frauen und Kinder zu schützen. Sie rächen sich, weil ihren Frauen oder ihrer Familie etwas angetan wurde. Sie suchen Mörder und Vergewaltiger, weil die ihnen ins Revier gepinkelt haben. Sie verfolgen eigene Ziele, zeitweise setzen diese eine hohe moralische Flexibilität voraus, und tun alles, um sie zu verwirklichen. Sie werden zu Helden, weil sie die Welt retten, weil sie ihre Ziele erreichen, weil sie Heim und Herd beschützen.

Frauen kämpfen, um sich selbst vor einem bösen Mann zu schützen. Sie rächen sich für etwas, dass ihnen selbst persönlich angetan wurde. Sie begeben sich auf die Suche nach Mördern und Vergewaltigern, weil ihnen als Kind selbst etwas Schreckliches angetan wurde. Sie haben keine wirklichen eigenen Ziele, sondern orientieren sich an denen des männlichen Protagonisten. Und wenn, dann sind diese Ziele der Frauen von hoher moralischer Güte, es geht um Kinder, es geht um Gerechtigkeit, zuweilen ist das Ziel der Frau, ein ruhiges Leben mit einem Mann und ihren Kindern zu führen und dafür muss eben ein Abenteuer bestanden werden. Am Ende werden sie nicht zu Heldinnen, sondern zu verbitterten Hexen, Hausfrauen oder eben Bräuten.

Ist das tatsächlich so? Ich muss zugeben, dass ich kaum ein Buch kenne, das diesen Klischees nicht entspricht. Und gerade in der Fantasy werden Frauen selten zu Heldinnen. Der Protagonist ist eh meistens männlich, weil die Heldenrolle doch besser zu einem Mann passt als zu einer Frau – heißt ja auch DER HELD. Wenn Frauen in der Fantasy auftauchen, stellen sie meist die Unterstützung des Helden dar. Sie stellen sicher, dass der Held auch wirklich an sein Ziel kommt. Aber sie selbst werden nicht zu Heldinnen. Nicht zuletzt werden sie in die Opferrolle gedrängt – der Held muss sie retten oder beschützen.

Wer suchet, der findet – oder eben nicht

Spontan ist mir wirklich kein einziges phantastisches Buch eingefallen, das diese Rollenverteilung aufhebt. Erst, nachdem ich lange gesucht habe – in meinen Bücherregalen und auf Amazon – ist mir nur noch Game of Thrones eingefallen. Ich habe die Bücher gelesen, nicht die Serie geschaut, und weiß, dass es dazwischen gravierende Unterschiede gibt. Aber Fakt ist, dass es dort tatsächlich Frauenrollen gibt, die den Klischees widersprechen.

In der deutschen Fantasy sieht es kaum anders aus. Mal abgesehen davon, dass die deutsche Phantastik eh ziemlich schmalbrüstig aufgestellt ist, finde ich im Mainstream nichts passendes. Mir fällt nach langer Suche Feuerjäger von Susanne Pavlovic ein. Die Protagonistin Krona ist eine Kriegerin, die ein Mann sein könnte. Das ist super! Darüber hinaus scheint es jedoch ziemlich dünn. Auch bei den Selfpublishern scheinen die Romantasy-Geschichten mit austauschbaren Charakteren zu überwiegen (Quelle: SelfpublisherVerband). In einigen Kleinverlagen lassen sich dann doch noch einige Exemplare finden, die nicht ganz alltäglich scheinen. So gibt es zum Beispiel in mehren Anthologien Kurzgeschichten, die durchaus vielversprechend und klischeebefreit sind, zum Beispiel die Damen der Geschichte aus dem Art Skript Phantastik Verlag oder Heimchen am Schwert aus dem Ohne Ohren Verlag. Bei der genaueren Recherche ist auch festzustellen, dass viele Kleinverlage offenbar sehr genau auswählen, welche Art Story sie bei sich aufnehmen. So finden sich recht wenig Standard-Romantasy-Geschichten in den Verlagsprogrammen – es sei denn, sie haben sich darauf spezialisiert (z.B. Drachenmond Verlag).

Grundlos Glücklich

Mein Enthusiasmus, Fantasy zu lesen, gerät enorm ins Schwanken, wenn ich mir die gehypten (Jugend)Bücher in diesem Genre so anschaue. Die Mädels sind einzig und allein dafür da, sich für die Ziele ihres Angebeteten einzusetzen und ihre größte Herausforderung besteht darin, sich zwischen zwei (oder mehr) Kerlen zu entscheiden. Einen Grund haben die meisten Protagonistinnen in solchen Geschichten nicht wirklich. Sie sind eben da und müssen mitgeschleift werden. Oder sie gehen mit, damit sie ihrem Angebeteten nahe sind. Dabei stellen sie sich oft so doof an, dass man als Leser das große Fremdschämen kriegt. Das solche Geschichten meist auch noch von Frauen geschrieben werden, schockiert mich zutiefst. Ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit sehr wenig Fantasy gelesen habe. Mittlerweile scheue ich mich direkt davor, weil ich jedes Mal befürchte in eine verkappte Cinderella-BadBoy-Millionärs-Story mit fantastischen Elementen zu geraten. Ich hab auch immer die Befürchtung, dass die Mädels, die sowas lesen, dann wirklich glauben, sie werden zu Heldinnen, wenn sie sich nur schön im Hintergrund halten und den Kerl genügend anhimmeln.

Ein männlicher Held braucht oftmals nicht mal einen Grund, um in ein Abenteuer zu geraten. Wie viele Geschichten gibt es, wo ein Kerl „rein zufällig“ in eine spektakuläre Story hineinstolpert, sich entwickelt und am Ende zum Helden wird. Sowas geht auch mit Frauen. Auch Frauen können Söldner sein und für Geld ein Abenteuer bestehen. Auch Frauen können durch die Gegend wandern, auf der Suche nach … was weiß ich … und sich plötzlich einem Abenteuer wiederfinden. Frauen haben die gleichen Ziele und Wünsche wie Männer, und damit haben sie auch die gleichen Gründe, zu kämpfen. Dementsprechend könnten auch Männer losziehen, um Rache zu üben, für Dinge, die man ihnen persönlich angetan hat – also wirklich ihnen persönlich, nicht nur dabei zuschauen, wie es einer geliebten Person geschieht und dann ein Trauma entwickeln, sondern tatsächlich ihnen selbst.
Ist das denn so unvorstellbar, dass einem Mann genau das gleiche widerfahren könnte wie einer Frau? Und ist es so abwegig, dass sich Frauen für ein Abenteuer entscheiden, eben einfach aus dem Grund, weil sie abenteuerlustig sind? Und sich hinterher, nachdem das Abenteuer bestanden ist, nicht nach einem lauschigen Plätzchen am Herd sehen, sondern nach MEHR Abenteuer? Und warum werden Männer als Helden gefeiert, wenn sie sich gerächt haben, während Frauen nach der Rache als verbitterte Hexen dargestellt werden?

Die Gründe, warum jemand Teil eines Abenteuers wird, können so vielfältig sein. Als AutorIn hat man freie Wahl und braucht sich nicht auf die üblichen Klischees und Standards zu stützen. Ich dichte mal jeder AutorIn genügend Fantasie an, diese Aufgabe zu bewerkstelligen. So schwer sollte das ja nun nicht sein. Man bräuchte theoretisch seinem männlichen Helden einfach nur einen weiblichen Vornamen zu geben und ihn damit zur Frau machen. Einen anderen Unterschied zwischen den Geschlechtern sollte es nicht geben. Und erst recht nicht in der Fantasy.

Habt ihr Bücher, die ihr empfehlen könnt? Dann her damit in den Kommentaren!

Quellen:
Verlag Ohne Ohren
Art Skript Phantastik Verlag
Selfpublisher Verband
Susanne Pavlovic
Phantastik Couch
weitere Kleinverlage

Bücher von John Irving – Autorenvorstellung

Endlich habe ich es geschafft und ein neues Video über Bücher gemacht.

Diesmal geht es nicht nur um die Vorstellung eines einzelnen Buches, sondern um einen Autor. John Irving ist einer meiner Lieblingsautoren. Ich erzähle euch in diesem Beitrag etwas über ihn und stelle ein paar Werke von ihm vor. Außerdem lese ich euch eine kurze Passage (Seite 99) aus seinem Buch „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ vor.

Ich bin schon am Planen, wie mein nächstes Video ausschaut. Eigentlich wollte ich demnächst ein paar kürzere Videos machen. Mal sehen, ob ich das wohl hinkriege.

… über die Wohnungssuche

Nachdem ich feststellen musste, dass meine schöne, gemütliche Altbau-Wohnung in der Osnabrücker Innenstadt schimmelte, ein Fenster kaputt war und es durch alle Ritzen und Ecken zog, weil sie nicht richtig gedämmt war, musste ich mich notgedrungen auf Wohnungssuche begeben. Wenn ich verheiratet und kinderlos wäre, hätte ich sicher weniger Probleme gehabt, eine passende Bleibe für mich zu finden. Letztendlich habe ich eine Wohnung gefunden, sie ist super und ich bereue nicht, mich aus meinem geliebten Viertel wegbegeben zu haben – auch wenn mich die Sehnsucht trifft, wenn ich in die Nähe komme. Aber bis ich meine Wohnung gefunden hatte, musste ich einige Erfahrungen machen, auf die ich lieber verzichtet hätte.

Insgesamt war ich ein dreiviertel Jahr auf Suche, bis ich den neuen Mietvertrag unterschrieben hatte. Und was mir in der Zeit widerfahren ist, konnte natürlich nur wieder mir passieren – dachte ich. Denn komischer Weise häufen sich die Beschwerden, die Klagen und die Aufreger auf allen möglichen Sozialen Plattformen und sogar … im Reallife! Das bedeutet: es ist tot-ernst, Mädels!

1. Pfui! Kinder!
Ja, Haustiere sind auch ein Killer … aber Kinder, hey, das ist wie Pest und Cholera zusammen. Sobald ich auf eine Anzeige anrief und erwähnte, ich hätte zwei Kinder, durfte ich mit den verschiedensten Reaktionen rechnen. Mehrere potentielle Vermieter haben einfach aufgelegt. Andere hüllten sich eine Zeit lang in Schweigen bevor sie mit einer Absage antworteten. Einige fragten nach den Erziehungsmethoden, auf welche Schule sie gingen und ob sie viele Freunde hätten, die dann zu Besuch kommen und Krach machen würden.  Einer unterstellte mir, ich wäre asozial, weil ich alleinerziehend bin.

„Also, Katzen hätten wir ja noch akzeptiert, aber Kinder möchten wir hier eigentlich nicht haben. Die passen nicht in die Hausgemeinschaft.“



2. Meine Unterwäsche geht dich nichts an!
Ich habe eine Anzeige bei ebay-Kleinanzeigen geschaltet. Eine Suche nach einer passenden Wohnung für uns, mit Foto von uns dreien, einer netten Beschreibung wer wir so sind und meiner Telefonnummer. Das machen mittlerweile sehr viele Familien. Allerdings erhalten nur wenige Familien Nachrichten von potentiellen Vermietern, in denen nach der Art der Unterwäsche gefragt wird, wo man diese aufhängt und ob man denn Single ist oder einen Freund hat. Dazu werden Fotos von einer Wohnung geschickt, die höchstwahrscheinlich nicht mal existiert. Ich vermute mal stark, dass die Fotos von irgendwelchen Anzeigen zusammengeklaut waren.
Vor allem frage ich mich, was das denn soll! Es gibt eine unüberschaubare Anzahl von einschlägigen Dating-Plattformen, auf denen du sicher eine zufriedenstellendere Antwort bekommen hättest als von mir. Warum hast du es nötig, völlig desinteressierte Wohnungssuchende zu belästigen? Ein Mädel berichtete bei Facebook, sie wäre sogar direkt nach einschlägigen Gefälligkeiten gefragt worden. Im Gegenzug wollte man ihr einen Teil der Miete erlassen. Seid ihr euch wirklich sicher, dass ihr Mieterinnen haben wollt, die sich auf solche faulen Deals einlassen? Wenn die schon darauf eingehen, wer weiß denn, was die noch so alles machen …

3. Eingrenzung der gewünschten Mieter
Es gibt tatsächlich Vermieter, die schon in der Anzeige genau definieren, welche Art von Mieter sie haben möchten. Ein Ehepaar von 55-65 Jahre, ohne Tiere, ohne Kinder, solvent – für eine 6 Zimmer Wohnung auf 140m², in der locker eine 5-köpfige Familie Platz gehabt hätte. Aber warum sich mit Familien rumschlagen?
Es ist auch völlig irrsinnig, den Beruf des Mietinteressenten zu analysieren und zu prüfen, ob der wohl gut genug ist. Wer sagt euch denn, dass der fesche Staatsanwalt vom Amtsgericht nicht für die nächsten 6 Monate die Zeche prellt, sich gegen euren Willen ein Haustier zulegt und diesen dann auf den Dachboden kacken lässt, weil er zu faul ist, bei Regen das Haus zu verlassen? Und wer sagt euch, dass ihr nicht die ganze Wohnung renovieren lassen könnt, weil das super nette Lehrerehepaar ohne Kinder alles vollgequalmt hat, so dass die Wände gelb geworden sind, und euch nach dem Auszug eine vollgemüllte Wohnung hinterlässt, so dass ihr eine Entrümpelungsfirma engagieren müsst? Asoziales Verhalten hat nichts mit dem Beruf zu tun, sondern mit der Einstellung der Person! +++ Diese Ausführungen beruhen auf wahren Ereignissen.+++

„Können Sie denn überhaupt die Miete bezahlen?“ – „Nee, ich dachte, ich könnte im Gegenzug den Rasen mähen. Natürlich kann ich die Miete bezahlen!“

4. Über die Mietinteressenten lästern
Und das auch noch, wenn die Mietinteressentin direkt daneben steht. Das ist nicht besonders fein. Ich kann zwar kein Russisch, aber bei der nächsten Person könntet ihr vielleicht doch mal ins Fettnäpfchen treten, also seid lieber vorsichtig. Vor allem solltet ihr sowas vermeiden, wenn euer männlicher Ehepartner dazu neigt, sich hinterher auch noch zu verplappern.

„Wie viele Personen würden hier denn einziehen?“ – „Drei. Nur die Kinder und ich.“ -„Erwarten Sie kein drittes Kind? Meine Frau fragte vorhin, weil Sie so aussehen.“ – „Nein, ich bin nur dick.“

5. Renovierungsbedürftige Wohnungen anbieten
Also bitte, ja … ich suche eine Wohnung, in die ich einziehen kann, keine, die ich erst entkernen, neu verputzen, mit einem Boden ausstatten sowie komplett tapezieren und streichen muss. Und wenn man nach Beteiligung des Vermieters fragt, erhält man noch eine patzige Antwort. Sorry, Leute. Ich investiere doch nicht mehrere Hundert – wenn nicht sogar Tausend – Euro, um euch eure Wohnung schick herzurichten, nur um ein Jahr später dann wegen Eigenbedarf rausgeschmissen zu werden. Ich bin stark beleidigt, denn ihr müsst mich tatsächlich für ziemlich dämlich halten. Eine Wohnungsgenossenschaft bot mir tatsächlich 400 Euro, die ich dafür nutzen könnte die komplette Wohnung von 80m² mit einem Boden auszustatten und selbige komplett zu tapezieren und zu streichen. Seid ihr euch sicher, dass ihr mir das überlassen wollt? Bei dieser Summe kann man sich ja ausrechnen, wie qualitativ hochwertig der Boden wäre und wie professionell der verlegt worden wäre. Nur so als Denkanstoß.

Anja hat kein Bett mehr: „Ich fühl mich wie ein Student.“

Die Wohnungssuche gestaltet sich immer schwieriger. Hohe Mieten für renovierungsbedürftige Wohnungen. Vermieter, die sich ihre Mieter anhand von fragwürdigen Faktoren aussuchen. Kinder, die nicht erwünscht sind. Viele Leute sind gezwungen aus ihrem Stadtviertel wegzuziehen, weil sie entweder die Mieten dort nicht bezahlen können oder weil es dort keine passenden Wohnungen gibt. Sich in diesen Zeiten auf die Suche nach einer Wohnung zu begeben hat verdammt viel mit Idealismus zu tun. Auf eine Anzeige zur Wohnungssuche, schrieb ein User die Antwort: „Viel Spaß beim Suchen. Wirst du aber hier nicht finden.“ Das ist mittlerweile Realität und es trifft besonders die, die ohnehin schon belastet sind: Familien jeglicher Art und Personen mit begrenzten finanziellen Mitteln. Das ist nicht nur moralisch und ethisch verwerflich, sondern spaltet die Gesellschaft noch mehr, fördert Ausgrenzung und „Viertel, in die man lieber nicht gehen sollte“.

Wohnungssuchende müssen sich in Geduld üben. Aber lasst euch nicht alles gefallen. Wollt ihr wirklich bei einem Vermieter einziehen, der über euren dicken Hintern gelästert hat? Oder der sich vorher naserümpfend über eure Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau geäußert hat? Ganz zu schweigen von den unseriösen Angeboten von „Mieten für bestimmte Gegenleistungen“. Sowas dürft ihr dann auch mal getrost an die nächste Polizeidienststelle weiterleiten.

Vielleicht ist es jetzt auch wieder Zeit, sich über alternative Wohnsituationen Gedanken zu machen. Wohngemeinschaften gehen auch gut, wenn man Kinder hat – oder eben keine hat – und auch, wenn man schon aus dem Studium/Ausbildung raus ist. Es muss nicht immer der riesengroße Bauernhof sein, auf dem man in einer Community lebt. Das geht auch in einer Mehr-Zimmer-Wohnung mit Balkon. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer lieben Mitbewohnerin gemacht, die sich toll mit meinen Kindern verstanden hat. Das geht also auch.

Ein Elefant an der Wand

Weil wir neulich umgezogen sind, haben wir nun die Möglichkeit, die noch weißen Wände frisch und neu zu gestalten. Als ich im Sommer bei meinen Eltern in meiner Heimatstadt Nordhausen zu Besuch war, haben wir einen neuen total schönen Kinderladen in der Oberstadt entdeckt. Im Luna-Kinderzimmer werden individuelle Sachen fürs Kinderzimmer angeboten. Nachdem ich dort über eine Stunde begeistert ´rumgewühlt hatte, sind mir die Tapetentiere von Poppy Studio aufgefallen. Da haben wir uns einen Elefanten mitgenommen. Einhörner kann ja auch jeder.

Das Tapetentier kommt in einer Rolle, die zusätzlich eine Beschreibung, Kleister und Pinsel enthält. Die meisten Tapetentiere bestehen aus mehreren Teilen, weil sie einfach zu groß sind. Ich habe mir in dem Laden auch ein kleines Reh angeschaut, welches im Ganzen aufgeklebt werden kann.

Nun, die Anwendung ist relativ simpel. Wer schon mal tapeziert hat oder irgendwas anderes einmal mit Kleber bestrichen und an die Wand geklatscht hat, weiß auch wie es geht. Das Prinzip ist – jedenfalls für mich – selbsterklärend. Ich habe meinen Konferenztisch im Arbeitszimmer dazu genutzt.

Der Popo wird eingekleistert…

Danach wird das Tier so gerade wie möglich auf die Wand geklebt. Da die Tiere meistens nicht fliegen, brauchen sie einen Erdbezug oder jedenfalls irgendetwas, worauf sie „stehen“ können – ein Bett, ein Bücherregal, der Boden, der Schreibtisch etc.

Das Tapetentier gibt es vielen verschieden wunderbaren Mustern, von sehr romantisch bis Retro. Den Elefanten gibt es auf der Herstellerseite vom Poppy Studio in 76 verschiedenen Mustern. Poppy Studio ist ein niederländisches Unternehmen. Die Gründerin wohnt direkt in Amsterdam. Wir haben hier übrigens den großen Elefanten genommen. Es gibt noch einen Baby-Elefanten, der dann wesentlich kleiner ist.

Das einzige, was mich an diesem Teil stört, ist der Preis. Mann, ich bin gleich ein paar Schritte nach hinten gegangen, als ich mich danach erkundigte. 80Euro kostet der große Elefant, der kleine ist 50Euro. Die Preise spannen sich unterschiedlich, je nach Größe und Anzahl der Tiere. Auch auf der Website des Herstellers werdet ihr diese Preise finden. Da kann man wohl darüber nachdenken, ob es sich nicht doch lohnt, das Tier selbst zu basteln. Aber es muss ja auch noch schick aussehen.

Nun ja, gekauft habe ich es dann trotzdem und die Püppi findet es super. Wir haben noch vor, dort weiße kleine Fotorahmen aufzuhängen, damit sie ihre eigene Fotogalerie bekommt. Das war ihr größter Wunsch.

P.S. Es gibt dort auch Flamingos…

Anja nimmt ab und zu

Ja, was nimmt denn Anja ab und zu? Gewicht!
Dass man zunimmt, merkt man meist erst dann, wenn plötzlich die Hose nicht mehr passt oder die Bluse an der Oberweite spannt. Aufgrund meiner Selbstständigkeit als Schreiberling und der damit verbundenen Neigung, im Sitzen zu arbeiten, habe ich von Februar bis Juni diesen Jahres (also 5 Monate) sage und schreibe 15 Kilo zugenommen. Bis dato halte ich das Gewicht. Ich bin 1,76m groß und bringe zur Zeit 85kg zusammen. Oh mein Gott! So schwer war ich das letzte mal nach der Schwangerschaft. Werde ich jetzt zur Pummelfee? Muss ich auf Diät?

Ich habe den gesamten letzten Winter sehr viel Sport getrieben. Bin jeden Tag eine Stunde lang Laufen gegangen. Gerade im Winter war es wunderschön, wenn man zwischen den Feldern läuft und der gefrorene Raureif auf den Pflanzen glitzert. Wenn der eisige Wind die Wangen kneift und man nicht zu tief einatmen darf, weil sonst die Atemwege durch die eiskalte Luft geschädigt werden könnten, dann fand ich es immer besonders schön. Jeden Tag bin ich gelaufen. Bis Februar.

Beweisfoto: Das war die Anja im November 2016 (mit Sonnenaufgang)

Und ab Februar habe ich gar keinen Sport mehr gemacht. Ich habe mich in die Selbstständigkeit getraut, schreibe wissenschaftliche Texte und belletristische Romane. Ich habe ein Buch veröffentlicht. Ich musste einen Umzug planen, organisieren und durchziehen. Meine Kinder und ich hatten fürchterlich unter meinem alten Vermieter zu leiden und so kam auch noch eine psychische Komponente hinzu. Und jeden Abend habe ich mir vorgenommen, am nächsten Morgen wieder zu laufen. Aber dann kam doch wieder irgendwas dazwischen, was ich erledigen musste. Und weil ich viel unterwegs war, gabs auch keinen Salat zu Mittag, sondern lecker Junkfood zwischendurch. Am Abend dann die Schokolade. Die Basis für 15 Kilogramm war damit gelegt.

Die Anja im Juni 2017 (auf Norderney)

1. Eine derart schnelle Gewichtszunahme ist nicht normal

Das ist wirklich nicht normal! 5 Monate = 15 Kilo? Also bin ich zum Arzt gegangen und hab zunächst mein Blut untersuchen lassen. Es stellte sich aber heraus, dass mit meiner Schilddrüse alles in Ordnung ist. Es hätte ja auch eine Unterfunktion sein können – hätte auch die ständige  Müdigkeit erklärt. Nachdem diese Möglichkeit ausgeschlossen werden konnte, habe ich mich im Netz und im Freundeskreis bei Sportstudenten und Heilpraktikern erkundigt. Es gibt da ein so genanntes Stresshormon, das nennt sich Cortisol. Ja, wusste ich auch schon. Aber dass das sooooo wirkt, das hätte ich nicht gedacht. Tuts aber. Auch psychischer Stress ist eine enorme Belastung für den Körper. Dieser kann durch Sport abgebaut werden. Deshalb wird bei Depressionen auch immer empfohlen, Sport zu treiben. Wenn man aber gerade dann aufhört Sport zu treiben, wenn der Stresspegel am höchsten ist und den Körper nicht nur mit dem neuen Stress konfrontiert, sondern ihn auch noch mit der hart erarbeiteten Verbrennung allein lässt, dann …. 15 Kilogramm.

„Anja, sieh es ein: du brauchst länger, um das wieder runterzukriegen…“ (eine befreundete Heilpraktikerin)

Die Frage ist nur: Will ich das eigentlich wieder alles runterkriegen? Und damit kommen wir zu Punkt 2:

2. Ich fand mich mit 70 Kilo schon fett und hässlich

Ich musste feststellen, dass ich ein ganz verschobenes Bild von mir selbst hatte: Ich habe meinen Kleiderschrank ausgeräumt und Kleider aussortiert, die ich verkaufen möchte. Diese waren teilweise selbstgenäht und so brauchte ich keine neuen Tragefotos machen, sondern konnte auf alte zurückgreifen, die ich stolz gemacht hatte, als das Teilchen fertiggenäht war.
Als ich mir dann aber diese Fotos betrachtete, war ich schockiert. Ich sah so dünn aus auf den Bildern. Dabei wusste ich doch, dass ich mich auch mit diesen 70kg für fett gehalten habe und mich hässlich fand.  Das ist verdammt traurig. Ich war schlank, mein Hintern nur halb so groß wie jetzt, und ich fand mich trotzdem fett? Und ich weiß noch, wie ich bei jedem Stückchen Schokolade ein mieses Gewissen hatte. Und jedes Kompliment von außerhalb schmetterte an mir ab, weil ich das nicht ernst nehmen konnte – weil ich doch so fett war.

Dies bringt mich zum dritten Punkt:

3. Andere finden mich schön???

Als ich im Sommer in Kur auf Norderney war und der Kurleiterin mein Gewichtsproblem schilderte, war sie beinahe schockiert:

„Frau Stephan, dass Sie mir hier Probleme mit Ihrem Gewicht erzählen, hätte ich jetzt nicht erwartet.“

Was? Wieso nicht? Natürlich. Siehst du denn nicht, dass ich dick bin? Ich dachte zum damaligen Zeitpunkt noch, die sagt das nur, weil in der Kur noch ganz andere Frauen mit „richtigen“ Gewichtsproblemen teilgenommen hatten. Aber dann war ich letzte Woche auf einem Kindergartenfest und traf eine sehr liebe Freundin von mir, die so ziemlich die Hälfte von mir ist, auch in der Höhe. Als ich ihr von meiner enormen Gewichtszunahme erzählte und meinte, ich müsste jetzt dringend auf Diät, war sie ganz überrascht:

„Ich habe jetzt WW gemacht und nur an Busen und Po abgenommen, aber am Bauch ist alles hängen geblieben. Bei dir sieht das immer so toll aus, du hast das alles an den richtigen Stellen. Darum hab ich dich immer beneidet, um deine Kurven.“

Scherz, oder? Nee, sie meinte das ernst. Ehrlich. Und das war mein Aha-Effekt. Ich habe mich zuhause vor meinen großen Spiegel gestellt und mich mal eingehend betrachtet. Und ohne jetzt arrogant zu klingen: sie hat recht! Ich habe echt schicke Kurven. Aber das muss einem jemand erstmal bewusst machen. Woher soll ich denn sowas wissen?
Ich höre doch nur von allen Seiten, dass ich keine kurzen Hosen mehr tragen soll, weil ich mir das nicht mehr leisten kann. Oder dass ich mich mit dem Kakao mit Sahne mal zurückhalten sollte. Wann ich denn mal wieder Rad fahre und dass ich früher ja fitter war. Ständig werde ich mit irgendwelchen abgemagerten Tanten verglichen, deren Gewichtslevel ich nicht erreichen kann, ohne dabei einen physischen Kollaps zu erleiden. Von den gleichen Leuten hört man übrigens auch die Gehässigkeiten, dass die dünnen Modelle ja alle hässlich wären…

4. Muss ich jetzt überhaupt was tun?

Ja, muss ich. Allerdings nur, um meine schönen Kurven zu behalten.
Abends wieder Salat statt Kohlenhydrate. Über den Tag weniger Schokolade. Und ein bisschen Sport. Allerdings nicht zwingend zum Abnehmen, sondern um meine Rückenbeschwerden loszuwerden, meine Kondition zu verbessern und den Muskel im Hintern zu lockern, der mir ständig verspannt. Deshalb habe ich mich auch im Fitnessstudio angemeldet, um dort auf dem Laufband zu rennen… also momentan sieht das eher noch nach schnellem … naja, nach Gehen aus.
Und ich mache wieder Yoga und Pilates. Nach meiner ersten Stunde konnte ich mich kaum bewegen und hatte zwei Tage Muskelkater. Jetzt weiß ich auch, was mir gefehlt hat.


Fazit: Ich bin keine Pummelfee! Ich bin eine kurvige, wunderschöne, extraordinäre Frau.